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Kommentar von Lukas Wildermuth: Der rassistische Ku Klux Klan und zwei baden-württembergische Polizeibeamte

Standpunkte

Wie vor einigen Tagen bekannt wurde, waren zwei baden-württembergische Polizeibeamte Mitglieder im rechtsextremen Kuk-Luk-Klan. Die meisten Bürger in Deutschland kennen diese rassistische und antisemitische Organisation wohl aus den USA. Es existiert jedoch auch ein deutscher Ableger dieser Organisation. Im Rahmen eines Disziplinarverfahrens im Jahr 2004 gaben die Beamten selbst zu von 2001 bis 2002 Mitglied im „European White Knights of the Ku Klux Klan“ gewesen zu sein, wie dieser offiziell heißt.

Abgesehen davon, dass es schon skandalös genug ist, das Polizisten überhaupt dort Mitglied waren, ist es erschreckend, dass diese Tatsache erst jetzt bekannt wurde und die Öffentlichkeit erst jetzt davon erfuhr. Im Amt sind die Beiden übrigens bis heute.

Warum wurde der Fall jetzt erst bekannt?

Brisant wurde das Thema unter anderen erst jetzt, weil einer der beiden Klanmitglieder Kollegen der vom NSU ermordeten Michèle Kiesewetter waren. Einer der Zwei war sogar ihr Gruppenführer. Das baden-Württembergische Innenministerium, hat den Vorfall in zwischen eingeräumt. Näheres, zum Beispiel warum die Polizisten nicht vom Dienst suspendiert worden sind, erfährt die Öffentlichkeit indes nicht. Laut Bundesstaatsanwaltschaft, bestehe jedoch keinerlei Verbindung zwischen NSU und Ku Klux Klan.
Klar sollte allerdings sein: Für Demokratinnen und Demokraten, die sich gegen Rassismus, Nationalismus und Antisemitismus einsetzen, ist es nicht hinnehmbar, dass Beamte Mitglied in einer solchen Organisation sind. Die Behauptung der Polizisten, sie hätten nicht gewusst wie rassistisch diese sei erscheint nicht sehr überzeugend, da diese in ihrer Internetpräsenz keinen Hehl aus ihren Überzeugungen machen. So wirbt sie mit dem Slogan „Rassenvermischung, Nein danke“. Ein Zitat auf deren Homepage lautet beispielsweise: "Ihr werdet die Elite der weißen Rasse sein. Ihr werdet unsere Frauen und Kinder schützen. Ihr werdet KLANSMÄNNER sein!!!!".
Es gibt übrigens eine interne Stellungnahme der Dienststelle einer der beiden Polizisten, darin heißt es jedoch nur: "Unser Mitglied hat durch die kurzzeitige Mitgliedschaft in der EWK KKK (European White Knights of the Ku Klux Klan ) nicht gegen seine Pflicht zu achtungs- und vertrauenswürdigem Verhalten außerhalb des Dienstes verstoßen."